Geschult durch meinen Master in intermedialer Kunsttherapie und meinen Bachelor in Gender and Diversity, arbeite ich an den Schnittstellen verschiedener künstlerischer Praktiken, Medien und Disziplinen (besonders Performance Art, Malerei und Fotografie). Diese Verbindungen prägen meinen Ansatz, ästhetische Prozesse mit biografischen Fragestellungen und individuellen Entwicklungen zusammen- und weiterzudenken. Richtungsweisend stärken mich ein Ressourcen- und Copingfokus, gerade auch für Individuen und Gruppen mit komplexen Belastungserfahrungen.
Zusätzlich bin ich ausgebildete Glasmalerin und beherrsche die Malerei auf Glas mit keramischen Farben und auf Kunststoffpapier (Yupo) mit Aquarell.
Künstlerisch-wissenschaftlich, setze ich mich explorativ mit Abstraktion und Narration als gegensätzliche und zugleich sich ergänzende Konzepte auseinander. Mich interessieren nicht-lineare, abstrakte Ausdrucksformen mit erzählerischen Strukturen und das Entstehen neuer Bedeutungsräume. Ich liebe das Surreale und die Verfremdung von Abbildungen und Narrativen.
Farbe / Licht / Schatten / Kontrast/ Refraktion/ Momentaufnahme der Vergänglichkeit/ Zeitlosigkeit/ Einfangen einer anderen Realität/ Surreale Welten/ Spiel mit Statik/ Bewegung / Unschärfe/ Gestik
Fotografie ist eine Praxis, die vom eigenen Aufgreifen lebt. Erst durch das bewusste In-die-Hand-Nehmen der Kamera entstehen Verbindungen zwischen Körpern, Praktiken und der Welt (auch im phänomenologischen Sinne). Dieses aktive Aneignen ermöglicht es, aus der eigenen Erfahrung zu schöpfen und neue Handlungsräume zu ergründen; die fotografische Tätigkeit wird so zu einem verkörperten Prozess.
Der Soziologe Pierre Bourdieu bezeichnete die Fotografie auch als „illegitime“ Kunstform, die ihr Dasein im Schatten anerkannter Kunstformen fristen muss. Gerade diese Zuschreibung eröffnet jedoch einen produktiven und innovativen Raum: Fotografie entzieht sich dadurch festen Hierarchien und ist offen für unterschiedliche soziale und künstlerische Kontexte.
Fotografie ist sowohl alltägliche Praxis als auch künstlerisch und kreative Intervention. Sie kann dokumentieren und zugleich transformieren, sichtbar machen und verfremden. Indem sie sich zwischen Legitimität und Grenzüberschreitung bewegt, wird sie zu einem Medium, das individuelle Perspektiven stärkt und neue Formen des Ausdrucks sicht-, vor- und aufzeigbar macht.
Experimentelle, künstlerische und kunsttherapeutische Fotografie und sequenzielle Malerei
WAS?
Kunsttherapeutische Fotografie…
…ist ein künstlerisch-gestalterischer Ansatz, bei dem das Fotografieren als Medium genutzt wird, um persönliche Themen, Erinnerungen und innere Prozesse sichtbar zu machen und kreativ zu reflektieren.
Im Mittelpunkt steht dabei:
-> biografisch orientiertes Arbeiten mit fotografischen Bildern
-> Stärkung der Selbstwahrnehmung und des Selbstbildes
-> Auseinandersetzung mit persönlichen Lebenssituationen und Emotionen im künstlerischen Kontext
-> Förderung von Selbstreflexion und individueller Entwicklung
-> Schulung von Wahrnehmung, Kreativität und Ausdrucksfähigkeit
WIE?
Experimentelle Malerei…
… auf Kunststoffpapier (Yupo) als Medium ermöglicht:
kontrolliertes und zugleich freies Arbeiten
spielerisches Experimentieren
Loslassen von Perfektionismus
Wahrnehmen von Zufall und Veränderung
intensive Farb- und Bewegungsprozesse
-> Da das Material aus Polypropylen ist, verhalten sich Farben darauf ganz anders als auf Leinwand oder Aquarellpapier.
-> Sie fließen ineinander, verlaufen und bilden zufällige Strukturen.
-> „Fehler“ sind nie endgültig.
-> Die Oberflächenbeschaffenheit von Kunststoffpapier erinnert an die Oberfläche einer satinierten Glasscheibe – als ausgebildete Glasmalerin, besitze ich die Fertigkeit dieses Medium in seiner ausgeprägten Form zu nutzen und kann meine Kenntnisse hier technisch und inhaltlich teilen.
Intuitive Miniaturen auf Kunststoffpapier Teil I
Sequenzielle Malerei…
…in der Kunsttherapie beschreibt eine Kunstform bei der mehrere Bilder nacheinander entstehen und gemeinsam einen inneren Prozess sichtbar machen.
Sequenziell bedeutet dabei:
Die Bilder werden in einer Folge gestaltet — ähnlich wie einzelne Stationen einer Entwicklung, Stimmung oder Erfahrung.
WARUM?
-> Besonders wertvoll ist die Arbeit für Menschen, die Gefühle schwer in Worte fassen können.
-> Es macht Unzählbares teilbar, besonders innerhalb der Abstraktion als Gestaltungselement.
-> Es gibt Gelegenheit, Ausdruck deutlich zu machen und damit persönliche Innen- und Außenwelten mit künstlerischer Praxis zu verknüpfen (Fotografie + Malerei = Wirkung: Format/Ausdruck/Sequenz/Struktur/Form/Farbe/Emotion/Technik)
Meine Arbeitsweise ist experimentell und explorativ: Im Fokus steht der kreative Prozess
Auf Wunsch biete ich zudem fotografische Begleitung im Rahmen künstlerischer Prozessarbeit sowie eine Einführung in die sequenzielle abstrakte oder surreale Malerei als kreative Ausdrucksformen an. Zusätzlich ist es auch möglich beide Bereiche zu verknüpfen
Die Kamera dient dabei als Werkzeug zur Förderung der Selbstwahrnehmung, während das Papier als Projektionsfläche für individuelle innere Bilder, Narrative und gestalterische Prozesse fungiert.
Bei Interesse an kreativer und künstlerischer Begleitung auch in Kombination, freue ich mich über eine Nachricht an: ver@wurzelnde.art
Intuitive Aquarelmalerei auf Kunststoffpapier Teil II
Künstlerische experimentelle Fotografie und Malerei mit Hand, Herz, Kopf und Haltung – im Rahmen von Selbsterfahrung und kreativer Prozessbegleitung in Hamburg, Umgebung oder digital
DSRL-Technik und Kunststoffpapier – kreative Methoden für individuelle Prozesse – Surrealismus trifft Abstraktion trifft Experiment