Künstlerisch-wissenschaftliches Projekt „ENT/VERwurzelung“

Hintergrund –

die „Wurzelnden“ und ENT:VER:WURZELUNG – Ein künstlerisch-wissenschaftliches Projekt

Im dem künstlerisch-wissenschaftlichen Projekt „ENT/VERwurzelung“ soll der Frage nachgegangen werden, wie heterarchisch organisierte künstlerische Lernprozesse (post)migrantische Perspektiven von Frauen* prägen und gestalten können und vice versa. Als Ziel wird eine konsequent partizipative Praxis angesetzt, die intermedial eingebunden wird und Raum lässt für künstlerische Exploration und eine mögliche theoretische Einbettung.

Ausgangspunkt des Projekts ist die gesellschaftliche Frage, wie sich „Wurzeln“ unter Bedingungen (post)migrantischer Strukturen und der parallelen Existenz vieler interkultureller Gruppen und Phänomene, verändern, wachsen oder sich fortentwickeln. Diese Thematik ist gerade auch für Großstädte und urbane Räume prägend. Dabei werden „Wurzeln“ nicht als statische Herkunftskategorie, sondern als bewegliches, relationales und oft widersprüchliches Geflecht aus Erinnerungen Körpern, Orten und Beziehungen verstanden.

„Wurzeln“ sind somit nicht Fixpunkt, sondern etwas Dynamisches, das durch persönliche Verflechtungen, Weitergabe und Erfahrungen ständig neu entsteht und transformiert werden kann. Nachwirkend kann es also auch darum gehen zu fragen, wie künstlerische Prozesse dazu beitragen können, gemeinsame „Verwurzelung“ zu entwickeln, um Erfahrungen von anderer Verwurzelung oder auch Erfahrungen von „Entwurzelung“ zu nivellieren und somit der Entwicklung neuer Perspektiven als auch Zugehörigkeit innerhalb städtischer Milieus und Gemeinschaften zu dienen.

Das Projekt untersucht daher, wie künstlerische Praxis in triadischen Lernkonstellationen als offenes System verstanden werden kann, in dem Wissen nicht vermittelt, sondern in einem prozessualen Zusammenspiel von Bild, Körper und Material gemeinsam erzeugt wird.

Pola

Pola hat einen Bachelorabschluss in Gender and Diversity sowie einen Masterabschluss in Intermedialer Kunsttherapie. In ihrer künstlerischen und wissenschaftlichen Arbeit verbindet sie Fotografie, Malerei und Performance Art und erforscht dabei, wie kreative Prozesse das Verständnis von Identität, Beziehungen und gelebter Erfahrung vertiefen und erweitern können.

Momentan arbeitet sie an einem Promotionsvorhaben, das künstlerisch-wissenschaftliche Forschung mit intermedialen Verfahren koppelt und dazu Fotografie, Malerei und Performance Art nutzt um so diese Medien multimodal, interdisziplinär und mehrdimensional zu erweitern.


Zukünftig möchte sie ihre fotografische und malerische Praxis vertiefen und gleichzeitig die Entwicklung von Kostümen für performative Arbeiten weiter vorantreiben. Sie versteht diese Medien nicht als getrennte Bereiche, sondern als miteinander verwobene künstlerische Sprachen: Fotografie kann Performance Art dokumentieren und erweitern, Malerei kann visuelle Erdzählräume öffnen, und Kostüme können Transformation, Identität und Körperlichkeit erfahrbar machen.

Ihre Arbeit sucht keine eindeutigen Antworten, sondern schafft Räume für Mehrdeutigkeit und persönliche Interpretation. Durch die Verbindung von Experiment, Intuition und interdisziplinärer Praxis entstehen Bilder und Bildsprachen, die dazu einladen, über Wirklichkeit, Erinnerung und die Grenzen menschlicher Wahrnehmung nachzudenken.

Xristina

Text

Silvia

Text

ver/entWURZELung

ENTverwurzelung

Fotografie trifft auf – Malerei – trifft auf – Material – trifft auf – Bewegung/Körperlichkeit – trifft auf –
Fotografie – Medien greifen ineinander über – fließen ineinander – überdecken sich – entstehen neu – wechseln
im Prozess – beginnen von Neuem

DIE „WURZELNDEN“

error: